Musik und in Verbindung mit dem Mittelalter, für mich war es neu, und dann noch „Borbetomagus“, eine überraschende Bereicherung meines Lebens!
Meine ersten musikalischen Schritte machte ich mit Block- und Altflöte, danach kamen 6 Jahre Querflötenunterricht, Hausmusik mit der musikalischen Nachbarschaft, die Spielfreude stand immer an erster Stelle.
Seit meiner Studienzeit in Worms, ruhten meine Instrumente in den Tiefen meiner Wohnzimmerkommode, ich fand einfach keine Mitspieler auf gleicher Wellenlänge
Nach dem Besuch eines Mittelaltermarkts um den Wormser Dom beschloss ich, mir ein Gewand zu nähen. Mir hatte das bunte Treiben gefallen, Geschichte und das Leben der Menschen in früheren Zeiten weckten schon immer mein Interesse und außerdem war als Gewandeter der Eintritt günstiger! Bei dieser Gelegenheit hörte ich auch von einem lockeren Treffen von Leuten, die mit ihren Ideen und Aktivitäten die Wormser Mittelalterszene gestalten wollten. Das machte mich neugierig.
Warum Gabriele Glaser ausgerechnet mich nach mittelalterlichen Noten und Liedern fragte, - sie wollte eine mittelalterliche Musikgruppe aufbauen - weiß ich bis heute nicht. Plötzlich fand ich mich als Teil von „Borbetomagus“ wieder, lernte Jutta Zimmermann und Fredegunde Glaser kennen. Das gemeinsame Musizieren tat mir gut , egal wie müde man nach der Arbeit manchmal war, BESSER FLÖTE ALS TRÜBSAL BLASEN!
Zwar mussten die etwas steifen Finger erst wieder beweglich werden, also war fleißiges Üben angesagt. Die nächste Hürde war freies Spiel ohne Noten es sieht einfach doof aus mit einem Notenständer über einen Markt zu ziehen, - inzwischen ist es mir in Fleisch und Blut übergegangen und spätestens nach dem ersten Patzer ist mein Lampenfieber weg.
Zu den Flöten gesellten sich im Lauf der Jahre meine geliebten Gemshörner mittelalterliche Hornflöten mit einem wunderbar warmen vollen Klang. Auch wenn sich die Schalmeien meinen Spielversuchen zuweilen hörbar widersetzen, bin ich voller Hoffnung, dass wir doch noch Freunde werden! Um all diese Blasinstrumente werde ich oft beneidet, die Instrumente am Gürtel getragen, selbst dann kann man noch schwebend laufen und sogar tanzen!
Jutta, die Geige, Fredegunde und mich Jutta, die Flöte verbindet inzwischen eine Freundschaft, die über die Jahre gewachsen ist, wenn auch manchmal deutliche Worte fallen,- eine Ansammlung von mehr als zwei Frauen ist eben zuweilen nicht weit von einer terroristischen Vereinigung entfernt! Sabine die Mitte 2010 zu uns gestoßen ist, hat sich davon nicht abschrecken lassen und ist mir in dem halben Jahr mit ihrer natürlichen Herzlichkeit und ihrer Spielfreude auch schon richtig ans Herz gewachsen. Dazu werde ich bei meinen mittelalterlichen Aktivitäten liebevoll und tatkräftig von meinem Freund Klaus unterstützt .
Die ersten gemeinsamen Auftritte in unserer gegenwärtigen Besetzung haben uns viel Lob und Anerkennung gebracht und so bin ich gespannt, welche Herausforderungen wir noch gemeinsam meistern werden.